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Konfirmation in Leutesheim

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»Don’t stop me now«, hieß es bei der Leutesheimer Konfirmationsfeier in einem Stück von Organist Hannes Britz und Schlagzeuger Julian Erhardt , die den “Queen-Hit” am Sonntag sehr eindrucksvoll zum Besten gaben. Eingesegnet von Pfarrer Jörg Allgeier wurden (von links) Yanick Kirchhoff, Adrian Dusch, Julian Niederlechner, Lena Schmidt-Baudouin, Ronja Lesniak und Mareike Gloth. (Text/Foto: Jürgen Preiß)


Integration von Flüchtlingen – wie geht das?

Wie kommen die muslimischen Frauen in unserer Gesellschaft zurecht? Und wie erst die Männer? Und ab wann dürfen Flüchtlinge arbeiten? Bei dem von der Leutesheimer Kirchengemeinde organisierten Themenabend am Montag hatten die Gäste die Gelegenheit, endlich einmal alle Fragen rund um das Thema Migration und Flüchtlinge loszuwerden.

In kleiner Runde stellte Hanne Wöhrle vom Helferkreis Rheinau ihre Arbeit als ehrenamtliche Flüchtlingshelferin vor. Sie berichtete von der Behörden-Odyssee, die die Asylbewerber durchlaufen müssen, und den vielen Schwierigkeiten, angefangen von der Sprache über den Alltag in beengten Wohnverhältnissen bis hin zur Arbeitssuche, die ihnen zu schaffen machen. Aber sie erzählte auch von den vielen schönen Momenten, die ihr selbst durch dieses Engagement geschenkt würden.

„Vorkenntnisse“ hatte Wöhrle keine, als sie sich 2016 zum ersten Mal um Flüchtlingsfamilien, die in Rheinau in der Erstunterbringung gelandet waren, kümmerte. Nur ihre eigene Geschichte, die sie für das Thema sensibilisierte: Wöhrles Onkel musste als Kind Polen verlassen, die Flüchtlingserlebnisse hatten seine Persönlichkeit nachhaltig beeinflusst.

Dementsprechend überrumpelt sei sie dann auch gewesen, als „plötzlich 44 dunkle Männer im Containerdorf ankamen“, machte Wöhrle keinen Hehl aus ihrer anfänglichen Unsicherheit. Bei diesen Worten mussten selbst Demba und die anderen drei Geflüchteten aus Gambia, die Wöhrle zur Veranstaltung eingeladen hatte, laut lachen. Demba arbeitet derzeit als Helfer im Malerbetrieb Hummel in Leutesheim und will nächstes Jahr eine Ausbildung zum Maler beginnen.

Das Containerdorf ist schon längst wieder geschlossen. Etwa 90 Prozent der damaligen Bewohner hätten eine Arbeit oder eine Ausbildungsstelle gefunden, so Wöhrle. Als Flüchtlinge anerkannt würden sie in der Regel nicht. Wöhrle forderte einen „Spurwechsel“ von der deutschen Politik. „Ihre“ jungen Gambier seien schlicht Einwanderer, wie es sie schon früher zahlreich in Deutschland aus anderen Ländern gegeben hätte. „Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz, auch für Leute, die keine Fachausbildung haben“, sagte sie. Wöhrle ist sich sicher, dass die Betriebe auch diese Menschen bräuchten, weil sie für Hilfsarbeiten kaum noch Deutsche fänden.

Helferkreise in Kehl
In Kehl gibt es mehrere Helferkreise für Flüchtlinge. Wer sich ehrenamtlich in der Kernstadt oder in einer der Ortschaften engagieren möchte, findet Ansprechpartner auf der Website des Ortenaukreises (www.ortenaukreis.de) unter der Rubrik „Soziales, Familie & Arbeit“ – „Koordination Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“.

Nächste Veranstaltung
Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Fotoausstellung „Schau mich an! – Porträts geflüchteter Menschen“ in der Leutesheimer Kirche findet am Mittwoch, 7.11., um 19:30 Uhr statt. Beim Themenabend „facts statt fakes – Wissen statt Halbwissen“ geht es um nüchterne Fragen wie „Was darf ein Flüchtling und was nicht?“, „Welche Status gibt es?“ oder „Welche Unterstützung erhält ein Flüchtling vom Staat und welche nicht?“. Laut Hille Ziegler, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, geht es vor allem darum, „dem ganzen Halbwissen, das so durch die Gegend geistert, mal etwas entgegenzuhalten“. Referent ist Giles Stacey vom Diakonischen Werk Ortenau.

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Deutschunterricht geben, Fahrradkurse organisieren, Behörden abklappern, Ostereier verstecken, Weihnachtsmann spielen: Hanne Wöhrle (stehend) vom Helferkreis Rheinau zeigte die ganze Bandbreite der Möglichkeiten auf, wie sich Freiwillige für Flüchtlinge engagieren können. (Text/Foto: Antje Ritzert)



Kirchenkino zum Thema »Flüchtlinge«

Erst vor wenigen Tagen haben wieder 300 afrikanische Flüchtlinge den sechs Meter hohen Grenzzaun zwischen Marokko und der EU-Exklave Melilla gestürmt. 200 von ihnen gelang es, den Fuß auf spanisches Terrain zu setzen, viele wurden verletzt, einer starb. Die Migranten gehen teilweise recht gewaltsam vor. So haben einige von ihnen laut Polizei bei einem ähnlichen Versuch im Juli die Beamten unter anderem mit selbst gebauten Flammenwerfern und mit Branntkalk, der beim Kontakt mit der Haut Verätzungen verursacht, attackiert.

Woher kommt dieser verzweifelte Drang, nach Europa zu gelangen? Am Donnerstagabend lud die Leutesheimer Kirchengemeinde zum „Kirchenkino“ mit anschließendem Filmgespräch ein. Gezeigt wurde die Flüchtlings-Doku „Als Paul über das Meer kam“ des deutschen Regisseurs Jakob Preuss. Anders als in herkömmlichen Dokumentationen verschwimmen in diesem Film jedoch die Genres, da Preuss zunehmend die Distanz zu seinem Protagonisten verliert und schließlich selbst eingreift – ein absolutes „No go“ unter den Dokumentaristen.

Etwa 30 Besucher waren der Einladung zur Filmvorführung gefolgt. Antje Ritzert sprach mit Leutesheims Pfarrer Jörg Allgeier über die Beweggründe für dem Abend und was die Evangelische Kirche konkret für Flüchtlinge tut.

Herr Allgeier, Kino in der Kirche, das ist ja mal was ganz Neues!

JÖRG ALLGEIER: Nein, wir machen das regelmäßig, schon seit ein paar Jahren. Wir zeigen Filme, die zum Nachdenken anregen, und führen anschließend Gespräche darüber.

Warum das Thema Flüchtlinge?

ALLGEIER: Es ist ein Projekt im Rahmen unserer Ausstellung „Schau mich an! – Porträts geflüchteter Menschen“. Der Film reiht sich in die Ausstellung mit den Gesichtern ein. Paul [der Protagonist im Film, Anm. d. Red.] könnte genauso gut als Porträt hier in der Mitte stehen. Der Film soll anregen, aus der Sicht von Paul den Weg mal mitzugehen, seine Argumente zu hören und das, was ihn bewegt, mitzuerleben. Mir ist aufgefallen, dass die Themen Flüchtlinge und Migration zunehmend mit Schubladen-Denken verbunden sind. Dies tritt alles zurück, wenn man so ein Schicksal und die Fluchtgründe mal aus der persönlichen Perspektive wahrnimmt.

Der Film wirft die zentrale Frage auf, ob es ein Recht auf Migration geben sollte. Was ist Ihre Meinung?

ALLGEIER: Migration ist keine Straftat. Menschen haben Gründe, warum sie sich auf den Weg machen. Und die Staatengemeinschaft ist die Verpflichtung eingegangen, den Migranten menschlich zu begegnen und ihnen Schutz zu bieten. Ich glaube, dass es in Zukunft gar nicht mehr möglich sein wird, noch zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheiden zu können.

Was tut denn die Evangelische Kirche konkret, sagen wir mal im Ortenaukreis, für Flüchtlinge?

ALLGEIER: Es gibt etliche Helferkreise, wo wir Begegnungen mit Flüchtlingen anbieten, ganz stark vor allem in Kehl, Offenburg und Appenweier. Die sind meistens ökumenisch getragen. Viele Leute haben Partnerschaften übernommen. Auf dieser Ebene entstehen sehr intensive Begegnungen mit den Flüchtlingen.

Anmerkung:
Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Schau mich an!“ findet am Montag, 29.10., um 19:30 Uhr in der Leutesheimer Kirche statt. Dabei werden ehrenamtliche Flüchtlingshelfer von ihren Erfahrungen berichten.

Info zum Film:
In seiner Doku berichtet Jakob Preuss über den Flüchtling Paul, der sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen hat. In einem Lager vor der EU-Exklave Melilla trifft Paul auf Preuss, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Internet und begibt sich auf die Suche nach Paul. Er findet ihn in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim. Als Paul beschließt, nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben? Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss.

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Sollte es ein Recht auf Migration geben? Dies ist die zentrale Frage des Dokumentarfilms „Als Paul über das Meer kam“, der am Donnerstagabend in der Leutesheimer Kirche gezeigt wurde. Pfarrer Jörg Allgeier moderierte die Veranstaltung. (Text/Foto: Antje Ritzert)


Bilder und Geschichten von Geflüchteten:
Fotografin Ingrid Vielsack eröffnet in der Leutesheimer Kirche eine Ausstellung

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Beim Frauenfrühstück am Samstagmorgen und beim Gottesdienst am Sonntagmorgen wurde die Wanderausstellung der Kehler Fotografin Ingrid Vielsack über geflüchtete Menschen eröffnet.

„Schau mich an“ heißt die Bilderserie. Dieser Titel soll auch Aufforderung für uns alle sein, sagte Klaus Vielsack, der zusammen mit seine Ehefrau Erläuterungen zu den Bildern gab.

Vor fünf Jahren hatte Ingrid Vielsack im Rahmen ihrer Flüchtlingshilfe die Idee von einer Bilderreihe von aus der Heimat vertrieben Menschen, die über das Meer zu uns kamen. Die Fotos sind in Schwarz-Weiß gehalten, weil Farben oftmals vom Wesentlichen ablenken, sagt die Künstlerin. Mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen kann man die Seele des Menschen darstellen, sagt Ingrid Vielsack.

Ihre Fotografien entstanden jeweils im Anschluss an ein Gespräch über die jeweilige Fluchtgeschichte. Ihre Aufzeichnungen hat Ingrid Vielsack in einem Buch zusammengefasst, aus dem sie bei der Vernissage ihrer Ausstellung vorliest.

So auch die erschütternde Geschichte von Daia. Vor vier Jahren wurde die heute 21-jährige im Norden des Iraks von Kämpfern des Islamischen Staates (IS) verschleppt und schwer misshandelt. Daia wurde mehrfach wie Vieh an Männer verkauft. Die Jesidin wollte sich mehrfach das Leben nehmen. Schließlich gelang ihr die Flucht nach Deutschland. Im Jahr 2015 wurde sie durch eine Aktion des Landes Baden-Württemberg an einen geheimen Ort gebracht. Doch bis heute hat Daia Angst, dass der IS sie findet, erzählt Ingrid Vielsack. Daias Schwester war drei Jahre lange Gefangene des IS und lebt bis heute in einem irakischen Flüchtlingslager. Den Namen Daia hat sich die 21-jährige selbst gegeben. Er bedeutet die „Verlorene“.

Ingrid Vielsack hat gelernt, dass die Geflüchteten in Europa und auch in Deutschland oftmals als Problem gesehen werden und nicht als Menschen. Mit ihrer Ausstellung will die Künstlerin die Menschen mit ihren Schicksalen näher bringen. Die Ausstellung von Ingrid Vielsack in der Leutesheimer Kirche erzählt übrigens auch Geschichten von Deutschen, die 1945 aus den Ostgebieten fliehen mussten.

Die Vernissage ist noch bis einschließlich 18. November zu sehen. Während dieser Zeit ist die Kirche sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Darüber hinaus startet die Kirchengemeinde Leutesheim eine Themenreihe. So ist am Donnerstag, 25. Oktober, 18.30 Uhr der Film „Als Paul über das Meer kam“ zu sehen. Am Sonntag, 28. Oktober, 10 Uhr gibt es einen thematischen Gottesdienst mit Claudia Roloff. Am Montag, 29. Oktober (19.30 Uhr) berichten ehrenamtliche Flüchtlingshelfer von ihren Erfahrungen und am Mittwoch, 7. November (19.30 Uhr) gibt es einen Themenabend mit Giles Stacey vom Diakonischen Werk Ortenau mit dem Titel „Wissen statt Halbwissen“. (Text/Fotos: Jürgen Preiß)

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Am Wochenende wurde in der Leutesheimer Kirche die Ausstellung der Kehler Künstlerin Ingrid Vielsack (rechts) mit dem Titel „Schau mich an“ eröffnet. Mit ihren Werken will die Künstlerin die Schicksale geflüchteter Menschen näher bringen.


Konfirmation in Leutesheim

Der feierliche Gottesdienst am Sonntag wurde musikalisch begleitet vom Projektchor unter Beteiligung von Konfirmandeneltern und unter der Leitung von Hille Ziegler.

Zudem gab es eine sehr ansprechende musikalische Einlage eines Saxophon-Quartetts mit Heinz Koschill sowie den Konfirmandinnen von 2016 Alina Fimeyer, Miriam Lohrer und Tabea Rudloff. Das Foto der diesjährigen Konfirmanden in Leutesheim zeigt von links: Carolina Lusch, Linus Zipfel, Marlene Schütterle, Merle Lutz, Christine Grumer, Lily Ludwig, Joel Schäfer, Florian Lutz, Jakob Hummel, Christoph Bartelme und Simon Fimeyer mit Pfarrer Jörg Allgeier.


Ein Bruder Namens Martin –
„baal-novo-Theater-Eurodistrict“ am 19.11.2017
Autor: Tilmann Krieg, Regie: Diana Zöllner

Hendrik Pape als Martin Luther

Baal Novo zeigte packende Szenen aus dem Leben von Martin Luther in der Leutesheimer Kirche. Diese wurden  durch eindrucksvolle Lichteffekte und Musik untermalt.

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Sommerliches Konzert mit dem Sängerbund Leutesheim

Sommerliches Kirchenkonzert in Leutesheim

Gut besucht war das Sommerliche Konzert des Sängerbund Leutesheim  in der örtlichen Kirche. Stimmgewaltige  Sangesfreunde des MGV Jugendfreunde Herborn hatten sich der Chor des Gesangvereins Sängerbund Leutesheim zu ihrem Konzert in der Kirche von Leutesheim eingeladen.

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Leutesheimer Konfirmation 2017

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Der feierliche Gottesdienst am Sonntag wurde musikalisch begleitet vom Projektchor unter Beteiligung von Konfirmandeneltern, Organist Hannes Britz sowie Frank Schulz mit Gitarre und im Gesangsduo mit Tochter Noemi. Das Foto zeigt von links: Samira Neuberg, Anne-Kathrin König, Carlo Hummel, Jule Neumann, Noemi Schulz, Jens Waffenschmidt, Luisa Schmidt, Charlotte Higel, Fabienne Karch, Max Hummel, Niklas Zimmer, Silas Albrecht, Charlotte Piekarski, Jannis Kautz, Sophia Grumer, Noe Wandres und Pfarrer Jörg Allgeier.


Leutesheimer Konfirmation 2016

Leutesheimer Konfirmanden 2016

Leutesheimer Konfirmation mit Pfarrer Jörg Allgeier und den Konfirmanden von links: Marvin Kirchhoff, Tabea Rudloff, Alina Fimeyer, Larissa Hummel, Esther Bartelme, Zoe Körkel, Gregor Preiß, Anne Sophie Störk, Milena Petri, Simone Hummel, Tabea Tömmes und Miriam Lohrer.

Der Gottesdienst fand wegen Umbauarbeiten in Honau statt mit musikalischer Gestaltung des Projektchors, Hille Ziegler und Hans Fritsche sowie Organist Hannes Britz. (Text und Bild: Jürgen Preiß)


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